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| Computergesteuerte Futterautomaten für Kraftfutter sind keine Neuheit mehr. Seit einigen Jahren bewähren sie sich in verschiedenen Ställen. Ursula und Robert Weber planten für ihren neuen Laufstall für Pferde mehr. |
| Auch das Rauhfutter sollte vom Computer jedem Pferd individuell zugeteilt werden können. Nach langer Suche fanden sie
in München die Bayer. Landesanstalt für Landtechnik Weihenstephan, Entwicklerin einer Anlage auch für Rauhfutter. Eine Besichtigung
der Installation in Frankfurt brachte dann endgültig die Entscheidung für den Kauf einer solchen Steuerung. Die Computeranlage erspart keine Arbeit, sondern macht eine Betreuung erst möglich, die durch manuelle Arbeit gar nicht mehr bezahlbar wäre. Um denselben Service ohne Computer bieten zu können, müsste von sechs Uhr morgens bis nach Mitternacht an sieben Tagen pro Woche immer eine Arbeitskraft vor Ort sein. |
| In einem Pensionsstall reiten Pferdebesitzer zu den unterschiedlichsten Tages- und Abendzeiten. Es kann also keine festen Fütterungszeiten geben, zu denen immer alle Pferde im Stall sind. Wenn ein Pferd zu Fütterungszeiten geritten wird, muss es nachher Gelegenheit haben, die verpasste Mahlzeit nachzuholen. |
| Viele Fütterungen mit kleinen Portionen entsprechen dem Naturell des Pferdes und helfen gegen Verdauungs- und Verhaltensprobleme. In der Computeranlage im Ross-Stall Weber können vier verschiedene Futterzeiten für Heu und vier andere Futterzeiten für Kraftfutter programmiert werden. Pferde haben ein gutes Zeitgefühl und lernen schnell, wann die nächste Ration vom Computer freigegeben wird. |
| Der Futterneid der Pferde kommt bei der Computerfütterung viel weniger zum Vorschein, als bei der gemeinsamen Fütterung. Rangeleien vor den Fressständern sind selten, weil jedes Pferd schnell merkt, dass es auch mit Gewalt keinem rangniedrigeren Pferd die Ration wegfressen kann. |
| Die rangniedrigen Pferde fressen ruhiger, weil sie keine Angst haben müssen, nächstens vom ranghöheren Pferd vom Futter vertrieben zu werden. Ranghohe Pferde fressen ebenfalls ruhiger, weil sie nicht versuchen müssen, den Grossteil des Futters selber zu verschlingen. Im Computer kann jedem Pferd genau die passende Futtermenge zugeteilt werden. Kleine Tiere dürfen weniger lang fressen als grosse. Schlechte Futterverwerter oder langsame Fresser bekommen genug Zeit, um die benötigte Menge Heu zu fressen. |
| Auch im Leistungssport genutzte Pferde können so in der Gruppe leben, weil sie in optimalem Futterzustand gehalten werden. All diese Gründe machen den Computer im Ross-Stall Weber zu einem wichtigen Bestandteil in der optimalen Gruppenhaltung. Beobachtet werden die Pferde weiterhin mehrmals täglich. Am Computer wird zudem täglich abgelesen, ob alle Pferde ihre Rationen auch gefressen haben. |
Text von Stefanie Meier